Es ist Grün. Und ein Osterkuchen.

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

Vor kurzem hab ich mich ja mal an Fondantröschen versucht – morgen früh machen wir ein großes Osterfrühstück und da kann ich endlich mal wieder ein verzierten Kuchen mitbringen. Mittlerweile hab ich das Thema “Sugarcraft” auch etwas mehr recherchiert, Videos bei Youtube gekuckt…und nochmal bisschen Kuchendeko eingekauft – unter anderem Gumpaste, was ein bisschen stabiler ist als Fondant, ein Kuchenbrett, eine Kuchenbox, ein essbarer Stift und ein sogenannter Smoother. Damit fährt man übers Fondant aufm Kuchen und dann wirds ganz glatt und bisschen glänzig. Das macht Spaß…

Basis ist Mama’s Rüblitorte die ich zum ersten Mal gemacht hab. Hoffentlich ist sie was geworden…

Erstmal habe ich den Kuchen umgedreht und dann die Zwischenräume zwischen Kuchenplatte und Kuchen mit Marzipan gestopft, damits später ebener ist.

Erstmal habe ich den Kuchen umgedreht und dann die Zwischenräume zwischen Kuchenplatte und Kuchen mit Marzipan gestopft, damits später ebener ist.

Dann Marzipan ausrollen - auf Puderzucker gings erstaunlich gut.

Dann Marzipan ausrollen – auf Puderzucker gings erstaunlich gut.

Den Kuchen hatte ich mit flüssiger Aprikosenmarmelade eingepinselt und dann den Marzipan vorsichtig drüberbugsiert.

Den Kuchen hatte ich mit flüssiger Aprikosenmarmelade eingepinselt und dann den Marzipan vorsichtig drüberbugsiert.

Mit meinem Smoother hab ich erstmal die Decke schön flach gemacht, dann die Seiten und dann alles überstehende mit einem Messer abgeschnitten. So langsam klebten die Finger.

Mit meinem Smoother hab ich erstmal die Decke schön flach gemacht, dann die Seiten ‘gesmootht’ und dann alles überstehende mit einem Messer abgeschnitten. So langsam klebten die Finger. Und ganz wichtig im Hintergrund: Yvonne’s wunderbares selbsgenähtes & besticktes Täschen für meine Backutensilien! Danke ❤

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Als nächstes hab ich das Fondant auch auf Puderzucker ausgerollt, den Marzipan mit etwas Wasser befeuchtet und dann das gleiche wie mit dem Marzipan gemacht. Schwupps, war der Kuchen (gift) grün.

Dann wollte ich ein Osterhäschen das eine Möhre hält und die Rosenbouquets die ich hier http://www.youtube.com/watch?v=LM4H6U3yi1o gesehen habe basteln. Also habe ich Fondant mit Lebensmittelfarbe rosa eingefärbt (den roten hatte ich noch)  und dann gings los.

Dann wollte ich ein Osterhäschen das eine Möhre hält und die Rosenbouquets die ich hier http://www.youtube.com/watch?v=LM4H6U3yi1o gesehen habe basteln. Also habe ich Fondant mit Lebensmittelfarbe rosa eingefärbt (den roten hatte ich noch) und dann gings los.

Das Häschen wird unter anderem von Spaghetti gestützt... Und die Bouquets in der Entstehungsphase...

Das Häschen wird unter anderem von Spaghetti gestützt… Und die Bouquets in der Entstehungsphase…

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…und schon aufm Kuchen. Jetzt muss es nurnoch halten.

Das Häschen hat ein bisschen Rücklage und ich befürchte es wird irgendwann umfallen. Deswegen stütze ich es über Nacht vorsichtshalber mal ab. Nicht das alles zusammenbricht.

Fertig! Das Häschen hat ein bisschen Rücklage und ich befürchte es wird irgendwann umfallen. Deswegen stütze ich es über Nacht vorsichtshalber mal ab. Nicht das alles zusammenbricht. Am Design muss ich nächstes Mal noch ein bisschen mehr arbeiten, jetzt habe ich einfach nur so drauf los gebastelt….

Alles in allem hats ziemlich Spaß gemacht – und ewig hat es gedauert, die komplette Verzierung hat glaub ich so um die 2 Stunden gedauert. Aber ich glaub mit bisschen mehr Übung lässt sich da einiges machen, ich bleib am Ball. Wohooo 🙂

Und überhaupt: FROHE OSTERN!!!

 

 

 

 

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25. Bald.

Bald also bin ich ein Vierteljahrhundert alt und dann bin ich nicht mehr Anfang zwanzig sondern es geht so langsam auf die 30 zu. Mittelalt. Puäääää. Um mich rum sind alle anfangs 20, ich bin die Älteste, mit Abstand. Das hat mich schon öfters ins Grübeln gebracht und Geburtstage sind ja immer ein guter Anlass für leicht paranoides reflektieren übers Alter. Was hab ich bisher angefangen mit meinem Leben, sinnvolles? Andere fangen in meinem Alter an ein Haus zu bauen, planen ihre Familie, heiraten, haben einen festen Job mit solidem Einkommen. Davon bin ich gefühlt Lichtjahre entfernt.

Ich lebe von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat. Weiter als bis zum 18.05. dieses Jahres erstreckt sich mein Plan nicht (gut dass dieser Anlass ein Konzert ist. Macht die Sache nicht besser). Dahinter ist alles eine Grauzone voller Möglichkeiten, Chance, Unsicherheiten, ein Puzzle aus tausend Teilen das sich irgendwie noch zu meinem Leben zusammenfügen muss.

Wann werde ich irgendwo ankommen? Wann muss ich wo ankommen? Wie lange ist es legitim in der Weltgeschichte herumzugondeln, das Leben zu nehmen wie es kommt, spontan und impulsiv zu reagieren?

Zuhause sind meine Freundinnen die sich mit ihren Freunden ein Leben aufbauen  – und ich habe gerade erfahren dass ich in einem Jahr nach Auckland gehen kann, mir also mal wieder ein neues Leben aufbauen werde – für ein halbes Jahr. Danach gehe ich wahrscheinlich wieder für den Sommer zurück nach Deutschland und dann nochmal ein Jahr Edinburgh. Und danach? Keine Ahnung. Mein Leben ist alles andere als konstant geworden, ich treffe Menschen, freunde mich an und nach ein paar Monaten, ein, zwei Jahren, gehen wir wieder getrennte Wege. Freundschaften wie sie in der Schule entstanden sind sind in so einem Leben rar gesät, vor allem weil wir hier alle nicht die besten sind im Kontakt halten. Die alten Freundschaften sind Konstanten, eine der wenigen Konstanten neben meiner Familie die mein Leben strukturieren. So habe ich mein Allgäu, mein Anker in einem etwas rastlosen Leben; der Begriff Heimat gewinnt immer klarere Konturen, doch fehlt er in der englischen Sprache.

Morgen (mittlerweile heute) also mal wieder ein Jobinterview für ein Sommerpraktikum. Aber ich könnte auch beim Edinburgh Film Festival arbeiten. Oder beim Fringe Festival im August. Oder ich verhocke als Telefoninterviewerin. Eine neue Wohnung brauche ich auch, mein Landlord hat sich spontan doch dafür entschieden mich Ende August rauszuschmeißen.

Ach Leben, was ziehst du als nächstes aus deiner Wundertüte?

Abenteuer Bus in Edinburgh

Doppeldecker, eine wunderbare Erfindung.

Jeder der mich hier schonmal besucht hat weiß um die Abenteuerlichkeit des hiesigen Bussystems.
Busse sind neben Taxis die einzigen öffentlichen Verkehrsmittel und deswegen fahren sie auch ständig in alle Richtungen – man muss nur den richtigen für sich herausfiltern. Und manchmal ist gerade in der Innenstadt zu Fuß gehen auch schneller. Aber wenn man doch den Bus nehmen muss, hier ein kleiner Guide.

1. Ankommen an der Bushaltestelle:
In Deutschland wird die Bushaltestelle von den armen Wartenden traubenförmig umlagert. Hier stellt man sich schon an der Bushaltestelle hinten an, was dann zu Stoßzeiten zu hübschen Menschenschlangen entlang der Straße führt.

2. Der Bus nähert sich:
Der erwünschte Bus nähert sich endlich, aber vor einem in der Bushalteschlange stehen noch 5 Personen ? Dann heißt es vorsichtig richtung Kopfende der Schlange zum Überholen ansetzen und vielleicht kurz bei den Überholten nachfragen welchen Bus sie nehmen. Nehmen sie Deinen, dann lasse ihnen den Vortritt. Nehmen sie einen anderen dann…

3. Den Bus Anhalten:
Nicht unbedingt halten Busse auch an ihren Haltestellen an, wenn niemand aussteigen will oder der Bus schon voll ist fährt er auch gerne mal vorbei (was etwas nervig ist wenn man zur Uni muss und eh schon spät dran ist….). Deswegen sollte man mit der linken Hand die etwas über Hüfthöhe ausgestreckt wird (alles andere kann etwas seltsam wirken) den Bus anhalten.

4. Einsteigen:
Beim Einsteigen erstmal die anderen aussteigen lassen. Die Busse haben hier nur eine Türe vorn beim Fahrer. Reingehen während noch ausgestiegen wird wird nicht gern gesehen. Und natürlich wieder die Reihenfolge beachten mit der man an der Bushaltestelle ankam. Vordrängeln ist immernoch verpönt.

5. Busticket kaufen:
Bustickets kosten in Edinburgh für eine Einzelfahrt 1,50 und ein Tagesticket 3,50. Rückgeld gibt es nicht weswegen man immer fleißig „Change“ sprich Kleingeld sammeln muss und das dann passend beim Fahrer in den Glaskasten wirft. Das gewünschte Ticket sollte man auch noch erwähnen (Single / Day Ticket) und dann wird es auch schon links oder rechts von der Fahrerkabine ausgedruckt wo man es nurnoch abreißen und mitnehmen muss.

6. Lesestoff organisieren:
Beim Durchrücken in den hinteren Teil des Buses kommt man zur rechten an einer Ablage vorbei wo es die Gratiszeitung „Metro“ gibt. Vorsichtshalber mal mitnehmen, besonders die Kategorie „Rush-hour Crush“ ist sehr nett – Pendler können Wiedersehensanzeigen für ihren „Pendlerschwarm“ schalten.

7. Sitzplatz wählen:
Beim Sitzplatz ergeben sich verschiedene Varianten, entweder über die schmale Treppe die zweite Etage erklimmen oder einfach sich unten Niederlassen. Da gibt’s ausnahmsweise nichts zu beobachten.

8. Fahren:Vorsicht, im ganzen Bus sind Kameras angebracht die wechselnd auf die im Bus angebrachten für alle gut sichtbaren Bildschirme übertragen werden. Selbst in der letzten Reihe ist man nicht unbeobachtet wie so manche glaubten und damit schon für die Unterhaltung der Mitfahrer sorgten.

9. Sitzplatz wieder aufgeben:
Sollten während der Fahrt ältere Menschen einsteigen sollte man seinen Sitzplatz für sie bereitwillig wieder aufgeben.

10. Aussteigen:
Wenn man weiß wo man Aussteigen will ist alles kein Problem. Wie daheim Knöpfchen drücken, Bus hält an, man steigt aus.
Wenn man nur den Namen der Bushaltestelle weiß dann wird es schon schwieriger. Die Bushaltestellen werden nicht angesagt. Zwar gibt es hier alle 300m Bushaltestellen, aber deshalb stehen auch nur die wichtigsten auf dem Busplan. Vorher Haltestellen auf dem Busplan zählen bringt also auch nichts. Ich habe mir mittlerweile diverse Methoden überlegt.

-> Entweder ich weiß die Bushaltestelle, setze mich ans Fenster und lese sämtliche Bushaltestellennamensschilder. Das hat den Nachteil dass ich erst weiß dass ich an meiner Bushaltestelle bin wenn der Bus schon wieder weiter fährt. Dann halt an der nächsten aussteigen und 300m zurücklaufen.

-> Ich suche mir die vorherige Haltestelle raus und verfahre wie bei vorigem Szenario.

-> Ich kucke mir bei Google Streetview vorher die Gegend an und merke mir bei welchem Haus ich „drücken“ muss.

-> Ich habe GPS aufm Handy, setze mich ans Fenster und verfolge mit dem integrierten Navi meine Position. Das ist meine Lieblingsvariante. Sollte aber die GPS-Verbindung kurz vorm Aussteigen zusammenbrechen ist es auch doof.

-> Man kann auch dem Busfahrer sagen wo man aussteigen will. Meistens ruft er das dann nach hinten.

11. Den Bus verlassen:
Beim Aussteigen geht man wieder vorne am Fahrer vorbei, dem dann noch gedankt wird.

Herzlichen Glückwunsch, Busfahrt überstanden und hoffentlich am erwünschten Ziel angekommen!

Aber was ich hier definitiv am Busfahren mag: es ist nicht so rabiat wie daheim, Busfahrer werden alle einfach mit Driver angesprochen, für Rollstühle gibt es eine vollautomatische Rampe die innerhalb kürzester Zeit ausm Bus ausgefahren wird und Rollis ganz einfach einsteigen lässt und man kann so schön Edinburgh – Bewohner von Touristen unterscheiden. Das sind nämlich diejenigen die Pfundscheine in das Kästchen werfen, dann verwirrt sind dass es kein Rückgeld gibt, vielleicht noch mit dem schottischen Fahrer Verständigungsprobleme haben, irgendwann aufgeben und sich hinsetzen. Dann sitzen sie da, vielleicht mit Stadtplan und wiederum herrscht Verwirrung wo man aussteigen muss. Irgendwann fragen sie bei Mitfahrern nach oder springen einfach hektisch aus dem Bus.

So habe ich auch angefangen – mitm 10 Pfundschein im Bezahlkästchen, Vorbeifahren an der richtigen Haltestelle oder komplett in die falsche Richtung fahren… Und auch heute sitze ich noch manchmal mitm GPS im Bus weil ich nicht weiß wo ich aussteigen muss. Aber es sind Doppeldeckerbusse, und ganz vorne oben sitzen ist immernoch schön.

DIE e-mail.

Eins meiner Lieblingsbilder des talentierten Benjamin Zapf http://www.benjamin-zapf.de/

Eins meiner Lieblingsbilder vom ziemlich talentierten Allgäuer Benjamin Zapf
http://www.benjamin-zapf.de/

 

Mittlerweile habe ich ja schon öfters Mails bekommen die recht wichtig für meine Zukunft waren, aber trotzdem ist es immer wieder nervenaufreibend. Als ich damals auf die Mail von der schottischen Uni gewartet habe, habe ich jedes Mal beinahe einen Herzinfarkt bekommen wenn eine Mail von Ucas kam. Diesmal war es die Mail von Rilo, dem Intenational Office meiner Uni, die ich sehnlichst erwartete. Vor einer Woche war schon falscher Alarm, da haben sie uns zu einem Ausflug eingeladen und mein Puls war umsonst in die Höhe geschnellt.

Gestern aber ruft Joyce mich 3x an. Die ersten male höre ich wie immer mein Handy nicht. Dann geh ich endlich ran. DIE mail ist da, Joycve geht nach Texas!!!! Ich saß grad in der Uni am Computer, zitternd melde ich mich an. Und dann….ist da keine Mail. Whaaat???

Eine halbe Stunde musste ich mit ziemlich starkem Herzklopfen auf aktualisieren klicken bis auch bei mir endlich die Mail eintrudelt – viel öfters machen meine Nerven so etwas nicht mehr mit….und….ich darf mich an der Uni in Auckland fürs Semester in einem Jahr bewerben! Wohoooooo!!! Erstmal Joyce anrufen, zusammen sind wir beide sehr glücklich – wahrscheinlich war es kein sehr sinnvolles Telefonat wenn zwei glückliche Mädels rumstammeln. Egal. Wir beide sind an unseren Wunschort gekommen, das macht das ganze noch viel schöner weil wir uns alle freuen können.

Ganz hundertprozentig sicher ist es noch nicht weil ich mich noch dort an der Uni direkt bewerben muss und die dem ganzen noch zustimmen müssen. Aber dadurch dass die QMU ja schon eine Vorauswahl getroffen hat ist es recht wahrscheinlich dass es klappt (außer ich entwickle mich zum Vollidiot und vermassle die Bewerbung). Scheinbar wurde erst eine Person nicht angenommen und der hatte die Bewerbung vermasselt. Es besteht also Grund zur Hoffnung.

So richtig glauben kann ich es noch nicht. Ich, in Neuseeland. Am anderen Ende der Welt. Wenn ich es mir so auf der Landkarte ankucke frag ich mich was ich mir da mal wieder vorgenommen habe. Das ist schon verdammt weit weg – dabei habe ich Europa doch noch nie verlassen!

Noch so ein lange gehegter Traum von mir geht also mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit in Erfüllung.Wann bin ich eigentlich zu so einer Abenteurerin geworden?

Und wieder einmal sitze ich hier, freue mich und frage mich doch warum ich so ein Glückskind bin, womit ich das verdient habe.

Ich weiß es nicht, aber vielleicht bringt es ja doch etwas aufzubleiben, auf dem Balkon zu sitzen und auf die Sternschnuppen zu warten damit ich mir etwas wünschen kann. Träumen darf man ja.