Bon Jovi, Prince William und Taylor Swift

grad vor Weihnachten sind Charity-Galas ja wieder in großes Muss…und dann singt da Jon Bon Jovi und…Prince William wird dazu gebullyt mitzusingen. Taylor Swift sieht aus als würd sie gleich von den Knochen kippen. Fremdschämen, unterhaltsam? Egal. Jon Bon Jovi.

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WB Harry Potter Studio Tour // Winterwunderland

Harry Potter hat mich wie kein anderes Buch durch die Kindheit begleitet und in der Nähe von London haben sie jetzt die ehemaligen Sets in ein riesiges Museum / Harry Potter Wunderland umgebaut. Gerade wenn man die Bücher so mag und die Filme kennt, dann ist ein Ausflug dorthin einfach wunderbar – man erkennt alles wieder, es ist schon so vertraut und toll alles aus der Nähe zu sehen.Es ist schon wahnsinn mit was für einer Kreativität und detailgenauigkeit das alles gebaut wurde. Es sieht aus als würden da seit Jahren Menschen leben und Harry kommt gleich um die Ecker. Aber gut, dafür warens auch teure Warner Brothers-Filme.

Zu gut, dass Joyce für ihr Visa auf die Londoner Botschaft musste und wir mitm Nachbus (jeha. nach zwei Nächten im Nachtbus merk ich dass ich keine 18 mehr bin und schlaflose Nächte in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr ganz so locker überstehe…) hingefahren sind. Bevor wir aber zur Studio Tour fuhren musste Joyce zur Botschaft und ich bin in der zwischenzeit bissle an der Oxford Street rumgewandert. Ich bin grad leicht besessen mit der BBC-Serie Sherlock und als ich darauf gewartet habe dass sie fertig wird ist mir eingefallen dass da ja in der Nähe die Wohnung steht wo John und Sherlock wohnen! Zum Glück lags auf der Strecke und wir konnten in Speedy’s Café (was eben neben Sherlock’s Haustür liegt) in der 187 North Gower Street mittag essen. Es war zwar rappel voll aber sehr lecker und sogar recht günstig (6,50 für ein Mittagessen, das geht scho…). Und überall hingen nette Sherlockfots… Julia war schonmal happy.

Wenn man dann mitm dem Zug zu den Harry Potter Studios fährt (von London Euston nach Watford Junction) kleiner Tipp: nicht den Bummelzug nehmen der überall hält, der hat uns kurzzeitig in Stress versetzt weil überall auf den Eintrittskarten steht dass man zeitig zu seinem Zeitslot da sein muss. Wir waren 5 Minuten zu spät. Aber tadaaaa, das war dann doch kein Problem und alle waren total gechillt. So eine Panikmache auf den Karten. Wieviele Familienzoffs das sicher schon verursacht hat!

Aber dann waren wir drin im Wunderland und ich lass mal lieber Fotos sprechen. Beim draufklicken werden sie wie immer größer.

Allgemeines noch zu Tour: Karten muss man im Voraus buchen und kosten für Erwachsene 29GBP aber ich fand das wars allesmal wert, man kann da locker 3 Stunden rumspazieren! http://www.wbstudiotour.co.uk/de

Abends sind wir dann weiter durch London marschiert, es war so schön mit Weihnachtsbeleuchtung! Eigentlich schade dass ich jetzt zwar schon das vierte Mal da war, aber jedes Mal immer nur für kurze Übernachtaktionen…

Noch a Festival!

Seit dem Edinburgh International Film Festival habe ich ein bisschen eine neue Perspektive bekommen was ich nach dem Studium (in 1.5 Jahren, uaaaaa) machen könnte: bei Filmfestivals arbeiten! In der Programmplanung, Industry Event Planung…irgendwas… ich hab das Gefühl da könnte ich ganz gut mein Orga-Talent (von dem ich mir immer einrede dass ich es habe) mit Film verbinden. Und dann immer 2 Wochen unter Strom stehen wenn das Festival läuft, das könnte ich mir gut vorstellen.

In der Uni wird uns immer wieder eingebläut (gott, jetzt google ich schon ob man eingebläut mit ä oder eu schreibt) wie wichtig es ist schon während des Studiums Erfahrung zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. In “meiner” Branche, sprich den wunderbaren Medien und so, ist es extrem wichtig Menschen zu kennen einfach weil 2/3 der Jobs vergeben werden ohne jemals ausgeschrieben zu werden. Immer und immer wieder wird das überall betont, vor kurzem waren wir bei einer Bafta (British Acadamey of Film and Television Arts) Veranstaltung für Medienstudenten die irgendwie den Einstieg ins TV / Filmbusiness schaffen wollen. Und auch die haben wieder von sehr viel Glück und Vitamin B gesprochen. Langsam aber sicher erzählen uns diese Veranstaltungen nichts neues mehr.

Das mit dem Glück, nun ja, da muss ich darauf vertrauen dass es so weitergeht wie bisher (toi, toi, toi), aber an der Erfahrung und am Leute kennen, daran kann ich arbeiten. Bevor ich Ende Februar nach Neuseeland abfliege habe ich knappe 2 Monate in denen ich frei bin. Und…nachdem ich im Sommer beim Ticketverkaufen manchmal bisschen viel Freizeit hatte hab ich die sinnvoll genutzt und die Wikipedialiste sämtlicher europäischer Filmfestivals durchforstet. Dabei bin ich doch glatt auf eins gestoßen das zum richtigen Zeitpunkt stattfindet: Das International Film Festival Rotterdam vom 22.01. bis 02.02.! Anfang November konnte man sich da als Volunteer bewerben (bezahltes Arbeiten…wer will das schon…) und jippiyayjeeeee, ich wurde genommen und bin jetzt (wahrscheinlich) Teil des Video Library Teams, da wo die ganzen Journalisten und Filmemacher die Filme kucken. Networking ich komme!

Niederländisch kann ich zwar nicht, in Rotterdam war ich auch noch nie – aber das wird hoffentlich schon klappen. Mal wieder. Irgendwie. Und wenn das alles hilft dass ich irgendwann mal einen Job bekomme wo am Ende des Monats auch Geld auf dem Konto landet, dann wäre das doch alles sehr toll.

Ach ja, Spaß macht es natürlich auch – zumindest wenn es so wie das EIFF wird. Ihr Armen müsst dann wieder euphorische Julia-versinkt-in-der-Filmwelt-Blogs lesen….hihihi.

Gepäckprobleme

Luxusprobleme habe ich mittlerweile mehrere und ich jammere ja doch auf ziemlich hohem Niveau…sorry 😉 . Mein Problem momentan ist mein Gepäckorganisation – was will ich mit heim nehmen, was brauch ich für Neuseeland? Meinen lieben Rucksack will ich eigentlich schon nach NZ mitnehmen, aber da bekomm ich keine 30 kg rein – soll ich also 2 kleinere Gepäcke aufgeben nach NZ? Joyce meint das ist nix weil ich brauch nen großen Koffer falls ich mir ne lebensechte Hobbitstatue kaufe…

Nun ja, ich habe ja verschienden Gepäckstücke zur Auswahl, darunter einen mega hässlichen Koffer der aber schön groß ist und locker 30kg fasst. Eigentlich benutz ich den aber nur hier zum einlagern…und schließlich will ich auch meinen Lieblingsrucksack mitnehmen. Aber bis zum Rand vollgestopft fässt der wiederrum nur 21 kg. Und dann wär da noch mein kleines Köfferchen das knapp ins Handgepäck passt. Wenn ich Weihnachten nach Hause fliege möchte ich gerne meine Ukulele mitnehmen, die ist aber 10 cm zu groß fürs Handgepäck. Also muss sie ins Aufgabegepäck…aber wenn ich die in den Rucksack pack dann hat mein restliches Zeug kein Platz….Uaaaaa.

Ende vom Lied: ich habe meine sämtlichen Gepäckstücke exakt vermessen und gewogen, sämltliche Airlinebestimmungen gelesen, inklusive möglicher Flieger die mich nach Neuseeland bringen….und ich glaub ich hab ne Puzzlelösung, mein großer Rucksack muss bissle schrumpfen, dann geht er als Handgepäck durch, den Riesenkoffer (hätt ich gewusst dass ich ihn zum Reisen benutze hätte ich mir einen weniger hässlichen gekauft…) geb ich auch und da hatt dann auch locker die Ukulele platz. Jeha. Problem gelöst. Vorerst. Bis ich mir das nächste überlegt habe.

Narnia – Kuchen & Halloween

Narnia - Kuchen!

Narnia

Halloween nahte und ich hab meinen ersten ‘Auftragskuchen’ gebacken, einen Narniakuchen für Joyce, Mona und Margaux’s Halloweenparty. Bestanden hat das ganze aus Schokobiskuit, gefüllt mit weißer Ganache eingehüllt in Narnia. Eine kurze Zusammenfassung vom Rezept folgt (wer jetzt schon gelangweilt ist: unten kommen noch ein paar Fotos).

Zwei Tage vor der Party habe ich den Schokibiskuit gebacken, und zwar nach dem Rezept  Es hat super ohne Backpulver geklappt…bei Biskuit hab ich ja doch immer Angst dass ich aus Versehen eine Schuhsohle backe. Und zwar hab ich das 1.3 x fache Rezept gemacht und damit noch eine kleine Kastenform gefüllt – als Kleiderschrankinnenleben.

Dann, auch zwei Tage vorher hab ich weiße Schokoganache gemacht was ganz simple ist: ca. 400g weiße Schokolade klein hacken und dann 200ml heiße, fast kochende Sahne drübergießen. Das ganze ein paar Minuten stehen lassen, gründlich durchrühren und über Nacht zusammen mit dem Biskuit abkühlen lassen.

Biskuit für die Basis und rechts für den Schrank, hinten die halbfertige Ganache

Biskuit für die Basis und rechts für den Schrank, hinten die halbfertige Ganache

Am nächsten Tag hab ich dann den Biskuit geteilt und die Böden mit Erdbeergelee von Mama bissle eingeweicht (hatte keinen Alkohol da…). Die abgekühlte Ganache kurz aufschlagen und dann zwischen die Böden schmieren und versuchen den ganzen Kuchen in eine schöne gleichmäßige Form zu modelieren. Was super funktioniert ist die Palette mit heißem Wasser immer wieder abschwenken – dadurch schmilzt die Ganache beim formen leicht an und man erhält ein schön weiches Finish.

bissle blöd wenn man einen krummen Biskuit gebackhen hat... aber die Ganache gleichts aus

bissle blöd wenn man einen krummen Biskuit gebacken hat… aber die Ganache gleichts aus

Dann wurde mir die Zeit knapp. Also den Kuchen in den Kühlschrank geschoben damit er schneller fest wird.

Währenddessen hab ich dann den Marzipan ausgerollt. Anschließend den Kuchen nochmal mit heißem Erdbeergelee einpinseln damit die Marzipandecke schön klebt. Wenns nicht ganz so hübsch wird machts auch nix, der Schnee kommt ja noch drauf! Ich bin mir auch nicht 100% sicher ob der Marzipan wirklich nötig war oder ich das Icing direkt auf die Ganach hätte schmieren können. Das experimentier ich dann beim nächsten mal. Damit der Marzipan aber das Icing nicht durchnässt hab ich den marzipanbedeckten Kuchen erstmal tagsüber trocknen lassen.

die vielleicht überflüßige Marzipandecke

die vielleicht überflüßige Marzipandecke

In der Zwischenzeit gings an Tannenbaum, Kleiderschrank und Laterne. Für den Kleiderschrank habe ich den flachen Biskuit mit Zuckerguss und Marmelade zusammengeklebt und dann mit dunklem Fondant eingekleidet und einfach mit hellem Fondant bissle was drauf modelliert was meiner Meinung nach nach Kleiderschrank aussieht.

den Kuchen irgendwie in Schrankform bringen

den Kuchen irgendwie in Schrankform bringen

Für die Laterne habe ich erstmal 4 Spaghetti mit Zuckerguss zusammengeklebt (Tesco hatte keine Holzspieße! Die haben die hier scheinbar nur zur Barbecuesaison…). Als es trocken war habe ich die Spaghetti einfach auch mit dunklem Fondant eingewickelt, ein gezwirbeltes Muster eingeritzt und gut trocknen lassen. Sonst biegt sich die Laterne zu arg um. Für den Leuchtpart habe ich gelben Fondant bissle scheps in einen Wuerfel geformt und dann die Kanten mit dunklem Fondant eingedeckt. Das musste anschließend ebenfalls gut trocknen und wenn alles fest ist dann muss man nurnoch den Kopf auf den Pfahl stecken und fertig ist die Laterne!

die Spaghettis zusammenkleben

die Spaghettis zusammenkleben

Den Baum habe ich von hier geklaut: wobei ich für mich festgestellt habe, dass das ganze auf einem Sektglas sehr gut klappt. Und das Tutorial ist tiptop! Die Deko durfte dann auch noch den restlichen Tag rumstehen und trocknen. Trocknen ist eh das A und O, also viel Zeit einplanen!

Am Abend des zweiten Tages kam dann das Royal Icing zum Einsatz. Dafür habe ich 6 Eiweiße steif geschlagen. Nach und nach habe ich dann 670g Puderzucker dazugegeben und kurz vor Schluss noch 3TL Zitronensaft (damit es weiß bleibt) und 1,5 Tl Glycerine(damit das Icing nicht sofort splittert) dazugegeben. Ne Weile rühren musste ich schon und meine arme kleine Rührmaschine wurde leicht heiß. Aber am Schluss war das Royal Icing perfekt: ganz weiß und sehr fest. Den Kuchen habe ich mit einer Palette damit komplett eingestrichen, dabei versucht bissle nen Schneeweg nachzubauen. Leider hat mir das Playmobilmännle gefehlt, damit hätte ich gerne noch ein paar Fußstapfen reingedrückt. Naja. Dafüre habe ich den Baum und die Laterne auch noch ein bisschen eingeschneit…und dann kam der Lieblingspart: alles zusammensetzen! Dank des Royal Icings hält alles gut zusammen und nix fällt runter. Und noch besser: Essbarer Glitzer! Den habe ich einfach mal über alles drübergestreut, so Schnee muss ja bissle glitzern.

der fertige glitzernde Kuchen

der fertige glitzernde Kuchen

Den ganzen folgenden Tag hat die Torte dann getrocknet und Abends gings dann endlich zur Narniaparty…. Sehr sehr toll, vor allem hatten die drei ihre Wohnung super schön dekoriert und alle waren richtig perfekt verkleidet! Nichteinmal der Kleiderschrank durch den man nach Narnia gelangt hat gefehlt!

Und zum Kuchen: er sah gut aus, aber das ganze ist halt ziemlich süß…aber wen wunderts bei den Zutaten! Gut dass in Schottland alle auf pappsüß stehen.