Roadtrip Tag 3, Banks Peninsula

Mosaike im Giant's House. 's Gras war nass.

Mosaike im Giant’s House. ‘s Gras war nass.

Es gab Beschwerden dass der Blog nicht mehr up to date ist…. Naja, das wird er wohl nie mehr richtig werden, aber jetzt gibts schnell ein paar neue Fotos von Tag 3 von unserem Roadtrip im April.

An Tag 3 haben wir bei Wendekreisen unseren Campervan abgeholt, unser zu Hause für die nächsten 12 Tage. Dummerweise hatten die es verdummbeutelt und unterwegs mussten wir ne neue Registrierung für den Van kaufen….dazu aber mehr am Queenstowntag.

Keiner von uns ist je ein Campervan gefahren deswegen wollten wir erstmal gemütlich los. Auf eine vulkanische Halbinsel zu fahren stellte sich dann zwar nicht als gemütlich heraus, aber nach dem Tag konnten wir immerhin Serpentinen und mit 25 kmh Berge hochkriechen. Und lange Autoschlangen hinter uns her ziehen!

Akaroa ist ein tolles kleines Städtchen / Dörfchen mit einer putzigen Minibücherei wo wir uns gleich aufgrund unserer europäischen Exotik ins Gästebuch eintragen mussten. Die empfohlen uns ins Giant’s Haus zu gehen was sich als ein einziger kitschiger Mosaikgarten herausstellte – der so skurill war dass es schon wieder gut war. Anschliessend gings zu einem vermeintlich alten Friedhof. Eine Steiltreppe hinauf. Und dann wieder hinunter. Und dann stellte sich heraus dass es den Friedhof aufgrund seines Alters nicht mehr gibt und dort jetzt einfach nur noch ein Gedenkstein steht. Naja.

Dann fuhren wir wieder runter von der Halbinsel und immer weiter, schnurgerade endlose Straßen entlang richtung Southern Alps. Wir fanden sogar einen Campingplatz und konnten in der Kneipe gegenüber ein Feuerzeug erwerben damit wir auch unseren Gasherd anzünden konnten. Ein gemütlicher erster Abend im Van.

 

Randoms.

Es gibt ein paar Sachen die mir hier so aufgefallen sind…

– keiner regt sich darüber auf wenn nicht Englisch gesprochen wird sonder in communities die Muttersprache gesprochen wird. Neuseeland ist auf dem Weg eine multicultural nation zu werden. Davon können wir Deutsche uns in Sachen Toleranz eine Scheibe abschneiden. Als ich im Unterricht angemerkt hatte dass man von Einwanderen doch erwarten kann dass sie sich anpassen, wurde ich bissle krumm angekuckt… Hier darf jeder so leben wie er will, und es ist nicht nur ein Klischee.

– es gibt überall (und damit mein ich wirklich überall, selbst wenn es keine Tanken, kein Supermarkt mehr gibt…es gibt sie noch, die ) öffentlichen gratis Toiletten. Und vor allem immer sauber.

– Sushi ist extrem billig und jeder isst es. Ständig. Fürs Mittagessen an der Uni in einer letzten Vorlesung hat einer eine ganze Partyplatte Sushi mitgebracht.

– Jandals (= flip flops) sind Pflicht

– Glascontainer werden nachts um 3 geleert

 

 

 

 

 

Roadtrip! Christchurch, Tag 1 und 2

Christchurch - zwischen Abriß und Aufbau

Christchurch – zwischen Abriß und Aufbau

Nun aber endlich mal zu unserem Südinseltrip. Bin schon viel zu lange zurück und hab nix darüber geschrieben. Vor allem weil es so langsam an die Planung von nach dem Semester geht und dann wär ich völlig im Verzug. Und außerdem stehen grad diverse Deadlines an und ich muss mich ablenken. Mal wieder ist es diese wunderbare Jahreszeit.

Die ersten zwei Tage haben wir also in Christchurch verbracht. Der Flug ging morgens früh, mit unsrer Ausrüstung wurden wir von Partyheimkehrern als Angler eingeordnet. Das war eigentlich nicht der Plan.

Über Christchurch mussten wir erstmal wegen Nebel kreiseln, der Pilot machte uns Hoffnung mit seiner Ansage dass wir noch Sprit für 30 Minuten haben, ansonsten müssten wir auf Wellington ausweichen. Das ist auf der Nordinsel. Nach ein paar Schleifen wo wir immer wieder den ersten Blick auf die Alpen erhaschen konnten durften wir zum Glück doch landen. Puuh.

Wir hatten zum Ersten Mal mit Airb’n’b gebucht, einer website wo Privatleute ihr Zimmer vermieten. Und wir hatten so ein Glück, wir haben bei einem Ehepaar ein Zimmer gemietet das das Haus für ihre Kinder verwaltet während die irgendwo Overseas sind. Das war Gastfreundschaft pur: wir durften Ihre topmoderne Küche benutzen (endlich mal wieder Fertigpizza! Im Studentenwohnheim haben wir keine gscheiten Öfen…), hatten eine eigene Toilette, und ein putziges Zimmer hinter der Garage. Sogar ihre Fahrräder mit Helm durften wir uns leihen und sie meinten wenn wir keine Lust mehr zu radeln haben sollen wir einfach die Räder irgendwo anschließen, mit dem Bus heimfahren und sie holen die Räder dann ein andermal ab. Kathy und ihr Mann waren einfach total herzlich und nett – und es war schon ein lustiges Gefühl in ihrer Küche zu stehen, alles nach Kochutensilien zu durchsuchen und ihnen dann zur Begrüßung zuzuwinken als sie nach Hause kamen. Das sind sie, falls Ihr da auch mal hin wollt: https://de.airbnb.com/rooms/2374084?guests=2

Christchurch erkundeten wir dann mit den Fahrrädern von Kathy – eine interessante Stadt aber es ist der Wahnsinn wie viel noch in Trümmern liegt von dem Erdbeben 2011. Die Kathedrale, die komplette Innenstadt. Unser Reiseführer war noch von davor und es war als wären wir in einer anderen Stadt. Es herrscht aber Aufbruchstimmung, es gibt Containereinkaufszentren, Straßenkunst, manches ist schon neu aufgebaut während dahinter noch etwas abgerissen wird. Falls Ihr plant nach Neuseeland zu kommen, besucht Christchurch, bringt bissle Geld in die Stadt mit eurem Touridasein und ihr werdet eine einmalige Stadt erleben. Und auch das Museum da ist recht informativ – und hat das Erdbeben überlebt. Dass ich drin eingeschlafen bin lag nur daran dass wir so früh aufgestanden sin.

Am Ostersonntag sind wir dann gemütlich ans Meer geradelt und haben dort den Nachmittag verbracht – mit Lesen, Schoki essen und fotographieren. Von dem Pier, ich hab ein Foto hochgeladen, sind immer wieder coole Surfer-dudes ins Wasser gesprungen und haben dann schön unten in den riesen Wellen gesurft. Natürlich war das verboten.

Und dann, nach 2 Tagen haben wir den Campervan geholt und los gings, on the road! Davon ein andermal mehr.