20 Stunden Luxusleben

Joyce und ich haben letzten Sommer mal ein Promo video für das Caledonian Waldorf Astoria Hotel in Edinburgh gedreht. Das wurde zwar nie benutzt, aber immerhin sprangen für uns zwei Übernachtungen mit Abendessen und Frühstück dabei raus.

Nachdem wir uns beide erstmal auf andere Kontinente verabschiedet hatten war es jetzt endlich soweit und wir konnten anreisen. In Hotels bin ich eh eigentlich nie, und in einem 5-Sterne Luxushotels noch viel weniger.

Ab 15 Uhr konnte man einchecken. Um 15 checkten wir ein und ich wurde zu Madame K., da fühlte ich mich bisschen madamig. Mit unserem Handgepäck musste uns der Concierge dann doch nicht helfen, wir waren ja nur für eine Nacht da.

Das Zimmer war riesig, mit Nespresso, Cookies, Schreibtisch mit tollen Lederchefsessel… und super Aussicht über Edinburgh. Wir verzogen uns erstmal ins Spa, sprich Joyce ins Gym und ich mich in den Pool mit Jacuzzi. In der Umkleide gabs Glätteisen, einen Badeanzugtrockner, Wasser, und die Bädemäntel waren himmlisch: warm, weich, fluffig… aber klauen ging ja leider nicht…

Nach dem Spa (inklusive im Bademantel durchs Hotel latschen) ging es zum Abendessen in die Galvin Brasserie de Luxe. Nachdem das Abendessen (und eine Flasche Hauswein) inklusive waren, haben wir beschloßen das teuerste zu essen, damit sich der Gutschein auch lohnt (da kam der Schwob in mir durch).

Starter und Dessert haben wir uns jeweils geteilt, da gabs Steak Tartare und Escargots (wir haben peinlicherweise 12 anstatt der Normalportion 6 bestellt…), zum Hauptgang dann Filetsteak (beim Hummer wussten wir leider nicht wie wir den hätten zerlegen müssen, das hätte trotz youtube tutorial in einer Sauerrei enden könne). Meine pomme dauphinoise  Beilage entpuppten sich als 6 Pommes. Aber die 6 waren dann auch sehr lecker. Und zum Dessert, wir waren schon ziemlich genudelt, gabs dann noch eine Cheese platter und Panna Cotta mit Erdbeeren, für die waren wir aber schon beinahe zu satt…Das Essen war extremst lecker und wir saßen 3 Stunden dabei! Falls mich jemand mal zum Luxusessen einladen will, ich komme gerne mit!

Als wir dann etwas bewegungsunfähig im Bett lagen und die Nacht überstanden hatten gings zur nächsten Schlemmerei , dem Frühstückbuffet. Scottish breakfast mit Haggis, Baked Beans, Rührei, Croissant, Smoothies, Käse, Säfte…einfach alles war da und mal wieder hatte ich mich gnadenlos überfressen. Aber wir sind halt arme Studenten, wenn es was gratis gibt muss man die Chance ergreifen 😉

Und dann mussten wir auch schon wieder auschecken, aus war unser posh adventure. Aber wir können noch einmal zurückkommen, einen Gutschein haben wir noch! Jippiiii!

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9 Monate später

1465911_480037365448146_1551716561_oDie letzten 9 Monate waren verrückt.

Ich hab so viel gemacht, dass ich irgendwann aufgehört habe alles zu verarbeiten. Mit den Fotos hänge ich immer noch heillos im Rückstand. Aber die Erinnerungen, die begleiten mich.

Die letzten Wochen in Neuseeland waren wunderbar, ich war ständig auf Achse, dann ging es nach Hause. Mit dem Partnerschaftsverein fuhr ich nach Frankreich zu unserer Partnergemeinde, dann war ich wieder daheim, viel bei Verwandten, die Hochzeit einer besten Freundin.

Seit Neuseeland habe ich meinen Waschbeutel nicht mehr wirklich ausgepackt. Spätestens in einer Woche würde ich doch eh wieder auswärts übernachten. Einerseits war es schön so viel zu sehen, so viel Zeit bei meiner Schwester und anderen Freunden und Verwandten zu verbringen, aber es zehrt auch an den Kräften. Und trotzdem habe ich nicht alle gesehen die ich sehen wollte, wieder zu wenig Zeit mit meiner Familie verbracht.

Im letzten Jahr bin ich 9mal geflogen, war in 6 Ländern – mehr oder weniger lange. So sehr ich auch immer noch Fernweh habe und es sicher für immer ein Teil von mir sein wird – im Moment war ich einfach wieder froh mein Zimmer in Edinburgh auszupacken, umzuräumen, dekorieren und Sachen zu kaufen, einfach weil es sich lohnt: Hier bin ich noch mindestens bis Juli 2015. Für mich ist das lange. Quasi sesshaft werden.

Das letzte Jahr Uni steht jetzt an: meine Dissertation schreiben, die Zukunft planen. Hoffentlich mehr Zeit zu bloggen, alles noch zu Erzählen was ich über Neuseeland erzählen wollte.