25. Bald.

Bald also bin ich ein Vierteljahrhundert alt und dann bin ich nicht mehr Anfang zwanzig sondern es geht so langsam auf die 30 zu. Mittelalt. Puäääää. Um mich rum sind alle anfangs 20, ich bin die Älteste, mit Abstand. Das hat mich schon öfters ins Grübeln gebracht und Geburtstage sind ja immer ein guter Anlass für leicht paranoides reflektieren übers Alter. Was hab ich bisher angefangen mit meinem Leben, sinnvolles? Andere fangen in meinem Alter an ein Haus zu bauen, planen ihre Familie, heiraten, haben einen festen Job mit solidem Einkommen. Davon bin ich gefühlt Lichtjahre entfernt.

Ich lebe von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat. Weiter als bis zum 18.05. dieses Jahres erstreckt sich mein Plan nicht (gut dass dieser Anlass ein Konzert ist. Macht die Sache nicht besser). Dahinter ist alles eine Grauzone voller Möglichkeiten, Chance, Unsicherheiten, ein Puzzle aus tausend Teilen das sich irgendwie noch zu meinem Leben zusammenfügen muss.

Wann werde ich irgendwo ankommen? Wann muss ich wo ankommen? Wie lange ist es legitim in der Weltgeschichte herumzugondeln, das Leben zu nehmen wie es kommt, spontan und impulsiv zu reagieren?

Zuhause sind meine Freundinnen die sich mit ihren Freunden ein Leben aufbauen  – und ich habe gerade erfahren dass ich in einem Jahr nach Auckland gehen kann, mir also mal wieder ein neues Leben aufbauen werde – für ein halbes Jahr. Danach gehe ich wahrscheinlich wieder für den Sommer zurück nach Deutschland und dann nochmal ein Jahr Edinburgh. Und danach? Keine Ahnung. Mein Leben ist alles andere als konstant geworden, ich treffe Menschen, freunde mich an und nach ein paar Monaten, ein, zwei Jahren, gehen wir wieder getrennte Wege. Freundschaften wie sie in der Schule entstanden sind sind in so einem Leben rar gesät, vor allem weil wir hier alle nicht die besten sind im Kontakt halten. Die alten Freundschaften sind Konstanten, eine der wenigen Konstanten neben meiner Familie die mein Leben strukturieren. So habe ich mein Allgäu, mein Anker in einem etwas rastlosen Leben; der Begriff Heimat gewinnt immer klarere Konturen, doch fehlt er in der englischen Sprache.

Morgen (mittlerweile heute) also mal wieder ein Jobinterview für ein Sommerpraktikum. Aber ich könnte auch beim Edinburgh Film Festival arbeiten. Oder beim Fringe Festival im August. Oder ich verhocke als Telefoninterviewerin. Eine neue Wohnung brauche ich auch, mein Landlord hat sich spontan doch dafür entschieden mich Ende August rauszuschmeißen.

Ach Leben, was ziehst du als nächstes aus deiner Wundertüte?

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Für die Augen und die Ohren.


mein Lecturer Walid Salhab hat das gedreht und gewinnt damit gerade einige Preise weltweit. Mal wieder. Irgendwie beeindruckend, von so jemandem lernen zu dürfen. Ganz abgesehen davon, dass er mit dem Video das Edinburgh einfängt, wegen dem ich hierher gekommen bin.

 

ein Trailer, den ich im Kino gesehen habe und der mich irgendwie hat aufhorchen lassen. Ich weiß nicht, ob es die Orcas waren, schließlich war ich mal ein riesen Free Willy Fan, oder die Musik im Zusammenspiel mit dem Kontrast der harter Realität zur poetischen Inszenierung. Jedenfalls ein Film, den ich sehen werde – und dass er auf Frankreich kommt lässt mich hoffen auf zwei Stunden Kino das unter die Haut geht.

 

noch ein schottischer Singer/Songwriter der dummerweise in Berlin lebt aber dafür bei mir in Dauerschleife läuft. Passt gerade zur Herbstmelancholie die hier gerade dank Kälte, Dunkelheit und Regen herrscht.

Pictures ( III ) Beltane

Beltane is a celtic fertility festival which celebrates the beginning of summer. It’s a fire festival and it takes place on the 30th of April. It’s on Calton Hill and organised by the Beltane Fire Society. The Festival was impressive. There were so many volunteers involved to celebrate this special day. It took place on Calton Hill another one of my favourite spots in Edinburgh.

I was just stunned by the atmosphere, the people… Have a look at the pictures, I can’t describe it with words. By clicking on them, they open in a new window.

The Earth Group

White Warriors

The May Queen

Fire Festival

The May Queen going through fire

White Warriors

The May Queen

Calton Hill

Moegen die Spiele beginnen.

Man merk dass das Jahr wirklich zu Ende geht, wenn ploetzlich die Exam-Weeks vor der Tuer stehen. Nachdem ich im ersten Semster noch verschont wurde, hab ich jetzt 3 Exams. Eins in Media Industries ueber Cinema, Music und die Industries im Allgemeinen, eins in Investigating Media Consumption, wo ich die bestehende Regulierung von Film / Zensur diskutieren muss und dann noch eins in Narrative and Representation, wo ich irgende ne Werbung analysieren muss (so ungefaehr wie die Werbung das erreicht, was sie hoffentlich beim Anschauer ausloest… ist mir selbst noch nicht so ganz klar….) und dann noch Fragen zur Darstellung von Frauen und Stereotypes in dem Film Mr & Mrs Smith. Ist jetzt nicht soooo viel, aber wir muessen halt ganz viele Readings dazu machen und dann irgendwie jedes Reading und den Inhalt dem Autor zuordnen und den dann zitieren… Und dann waere da noch die Englische Sprache 😀 aber angeblich ist diesmal die Sprache nicht so wichtig wie in den Essays, hauptsache sie verstehen was ich meine.

Fail war es dann auch, ein Englisch-Deutsches Schulwoerterbuch zu kaufen, in dem keines (!) der Woerter die ich nachschlagen wollte, drin stand. Hab dann angefangen es zu lesen und festgestellt, dass ich 90% der Woerter da drin zumindest grob uebersetzen kann…. Das war wohl ein Fehlkauf und ich werd ohne Woerterbuch mich den Exams stellen – mit vollem Vertrauen in meine Kombinantion-/Fantasieuebersetzungen, die mich auch schon des oefteren in der Schule  gerettet haben.

Mein Laptop ist immernoch tot, deswegen meld ich mich auch nicht… Sorry!

Was jetzt noch so alles in den paar Tagen bis zu meinem Abflug passiert:

1. ganz liebe Freundin kommt mich besuchen (jippiiiiii 🙂 ) & Sightseeing

2. Leben zusammen packen und auf Heimfliegen, Einlagern, Wegschmeissen aufteilen, in der Hoffnung das alles aufgeht.

3. Dem Meer Goodbye sagen – und ueberhaupt, Edinburgh und den ganzen wunderbaren Menschen hier. Ich haette nie gedacht, dass mir mein Leben hier in 9 Monaten so ans Herz wachsen kann. Aber das ist es, und ich bin so unendlich froh, dass ich es gewagt habe herzukommen. Best decision ever!!!

4. Irgendwie lernen und Exams schreiben.

5. Noch “Albert Nobbs”, “Salmon Fishing in the Yemen” und “The Lucky One” ankucken – alles Filme die daheim zT noch nichtmal veroeffentlicht sind. Und ausserdem will ich sie nicht in der gedubbten Variante ankucken muessen. Das Colosseum wird mich noch genug nerven.

6. Endlich Whiseky trinken!!

7. Wohnungsvertrag unterschreiben….

8. Herausfinden, was ich noch alles spontan machen muss und wollte.

Ach ja, und ich hab mir noch einen neuen Blog eingerichtet – diesmal gehts um Film und Kino… hier:  www.jucobi.wordpress.com momentan hab ich (schnief) noch keine Besucher, aber ich hoffe das aendert sich 😉 . Und ich werd auch mehr da posten, sobald ich wieder Zeit hab Filme zu kucken.

Und dann war am Montag noch Beltane, ein keltisches Fest. Das war ziemlich beeindruckend und ich hab ganz viele Fotos gemacht. Doch die Fotos sind auf der Kamera, und da mein Laptop kaputt ist, kann ich sie auch  nicht hochladen. Deswegen, sobald ich daheim bin, wird es hier noch viel Fotonachschub geben. Und einen ausfuehrlichen bericht ueber Beltane. Oh, und ueber mein neues Lieblingscafe, das St Giles Cafe. Und ueberhaupt. So ohne Laptop zu sein, ist schon langsam aber sicher interessant. 😀

Sorry falls ich bisschen wirr schreibe, aber ich muss den geliehen Unilaptop in 10 Minuten zurueckbringen, deswegen will ich das noch schnell fertig schreiben.

Das wars auch schon… bis bald – in Natura, am Telefon – whatever. Ich freu mich auf daheim.

Mein absolutes Lieblingslied momentan, das laeuft hier staendig im Radio.

1 Monat Togo

so langsam neigt sich mein erstes Auslandsjahr dem Ende zu. Am 13.05. geht der Flieger nach Hause, fuer 3-4 Monate. Schnell war dieses Jahr um, viel schneller als gedacht und schneller als die letzten 2 Jahre in Koeln (gut, da hab ich auch nur 3 Jahre gelebt…). Es ist schon lustig, wie sich die gefuehlte Laenge von Jahren immer wieder veraendert, je nachdem, was ich mit dem Jahr so mache. Je mehr passiert, desto kuerzer ist es. Theoretisch duerfte / muesste ich also weniger machen, um gefuehlt ein laengeres Leben zu haben. Klingt irgendwie logisch und unlogisch zugleich. Egal.

Ich habe mittlerweile eine Wohnung fuer das naechste Jahr gefunden, eine Altbau (!!! jippiiii!!!) -WG im sueden Edinburghs direkt neben einem grossen Park namens Meadows mit 4 Mitbewohnern. Die Post ist direkt vor der Tuer, was mir als Briefe/Postkartenschreiberin sehr gelegen kommt (momentan sinds immer 40 Minuten hin und zurueck zur Post….), und es liegt auf halber Strecke zwischen Royal Mile und Uni. Und in der Ecke gibt es viele kleine Cafes, was mir jetzt aufm Campus doch ziemlich fehlt. Ueberhaupt, ich werde einfach nicht mehr in der Pampa sonder wieder ‘staedtisches Leben’ um mich rum haben. Koeln hat mich wohl doch gepraegt….

Einen grossen Koffer habe ich mir heute auch schon gekauft – ueber den Sommer muss ich meine Sachen einlagern, und ich hoffe doch schwer, dass der Grossteil davon in einen Koffer der halb so gross ist wie ich, passt. Haesslich ist er, aber dafuer guenstig. Vielleicht wird ein haesslicher Koffer auch nicht so schnell geklaut, das waere gut. Auf jeden Fall koennte man darin kleine Menschen transportieren. Waere ich biegsam wie ein schweizer Taschenmesser, haette ich wohl drin Platz. Sollte ich mich jemals einlagern wollen.

Mein Laptop befindet sich immernoch im Koma, also bitte nicht wundern wenn ich mich nicht melde – ist nicht so, dass ich Euch ploetzlich nicht mehr mag, nur hab ich halt kein Skype.

Naechste Woche sind dann auch noch 3 Auffuehrungen der Unitheatersociety “Cobweb”. Dieses Jahr spielen sie “Trojan Women”, ein Stueck ueber die Witwen von Troja, die darauf warten dass sie von den Griechen abtransportiert werden und ein Sklavendasein beginnen. Alles ziemlich traurig und depressiv, aber ich mag sowas ja. Ich bin da Assistant Stage Manager, also mal wieder Leuten hinterherrennen und sie zur richtigen Zeit an den richtigen Ort bringen, zur Ruhe mahnen, putzen… Aber da freue ich mich schon drauf. Wird zwar sicher eine stressige Woche, aber egal. Keine Ahnung, warum mir solche Jobs Spass machen.

Tja, und dann bekomme ich noch Besuch von einer lieben Freundin, schreibe 3 Pruefungen, packe meine 7 Sachen und flieg heim. That’s it. Ich bin so froh, dass ich naechstes Jahr wiederkommen darf und ich nicht nur ein Auslandsjahr mache – zu viel gibt es hier noch zu entdecken.

Ach ja, und sollte zufaellig ein Allgaeur (also ob Allgaeuer oder nicht ist eigentlich egal, hauptsache im Allgaeu ansaessig) das lesen, ich waere da auch noch auf der Suche nach einem Ferienjob! Ich kann ziemlich gut Englisch, bin Mediengestalterin Bild & Ton, mache fast alles, bin flexibel und waere von Mai bis September verfuegbar… Oder wenn Ihr jemanden kennt der jemanden kennt der jemanden sucht, meldet Euch doch (ich lad Euch dann auch mal auf einen Kaffee ein 😀 ). Danke!

Beautiful Highlands

once again I went on a short trip to the Highlands. And again, the Highlands were stunning. Yellow gorse could be found everywhere, the mountains were majestic and then, from time to time, there were the small cottages in between. Most of those places are historical sites, where a battle took place, a certain clan lived… Well, come here yourself – you have to see it with your own eyes!

the Highlands

Ben Nevis, the highest Mountain of the UK (and it’s rare to see the peak! Lucky me 🙂 )

this was supposed to be a temporary bridge – then it lasted for about 200 years (Fort Augusts / Loch Ness)

Loch Ness, once again – this time the southern end at Fort Augustus

mirroring images in the Caledonian canal at Fort Augustus

Glencoe

Loch Tullach

Last but certainly not least – a Highland Coo 🙂